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Der amerikanische Tenor Thomas Michael Allen begann seine musikalische Ausbildung als Pianist. Nach einem Bachelor’s Degree in Anglistik an Davidson College in North Carolina absolvierte er sein Musikstudium an der New Yorker Manhattan School of Music (Master’s Degree in Voice) und an der Britten-Pears School of Advanced Musical Studies in England, wo Mignon Dunn und Anthony Rolfe Johnson zu seinen Lehrern gehörten. Danach hat er Preise an mehreren internationalen Wettbewerben gewonnen und hat als Stipendiat an diversen Opernstudios und Festivals teilgenommen. Sein Operndebüt gab er 1994 als Don Ottavio an der New Israeli Opera. Seither hat er sich als schillernder Darsteller vielfältiger Opernrollen etabliert, besonders in lyrischer Tenorpartien von Mozart, Rossini und in französischen haute-contre Rollen. Im Opernbereich arbeitet Thomas Michael Allen mit bekannten Regisseuren wie Robert Carsen, David McVicar, Laurent Pelly, Nigel Lowrey, Dieter Dorn, Philippe Arlaud und Graham Vick. Er singt am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, am Opernhaus Zürich, an der Staatsoper Berlin, an der Opera de Lyon, am Grand Théâtre de Genève, am Théâtre la Monnaie in Brüssel, an der Oper Basel, am Opéra de Monte Carlo und am Staatstheater Stuttgart. 2004 sang er mit großem Erfolg die Rolle des Calisis in Rameaus Les Boréades unter der Leitung von Marc Minkowski in Lyon und Zürich, sowie die Rolle der Lenia in Cavallis Eliogabalo unter der Leitung von René Jacobs bei der Innsbrucker Festwoche. 2005 verkörpert er den Dämon in Hans Werner Henzes L’Upupa in einer Produktion von Dieter Dorn in Lyon und den Maler in Bergs Lulu zur Eröffnung des neuen Trianti Hall in Athen. Als Konzertsänger ist Allen regelmässig mit Dirigenten wie Kurt Masur, Helmuth Rilling, Simone Young, Gary Bertini oder William Christie zu hören in den größsten Konzerthallen Europas und bei namhaften Festspielen wie der Salzburger Mozartwoche, den Händelfestspielen Halle und den Luzerner Festspielen. Er musiziert mit Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony, der Academy for Ancient Music, der Akademie für Alte Musik Berlin, mit Les Musiciens du Louvre und dem Gewandhausorchester Leipzig. Sein Konzert Repertoire ist umfangreich und Thomas Michael Allen ist ein gefragter Evangelist in den Passionen von Johann Sebastian Bach. Er widmet sich sehr gerne dem Lied und arbeitet regelmässig mit der Pianistin Reinild Mees zusammen. Seine CD- und DVD-Einspielungen beinhalten Werke von Bach, Brahms, Galuppi, Mozart, Torri und ter Veldhuis. Zuletzt sang er Mozart und Bach mit dem Chicago Symphony unter der Leitung von Helmut Rilling, Arnalta und Mercurio in L’Incoronazione di Poppea mit René Jacobs an der Berliner Staatsoper und am Théâtre la Monnaie in Brüssel, Belmonte in Die Entführung aus dem Serail mit den Göttinger Symphonieorchester, Athamas an der Seite von Cecilia Bartoli in Semele mit William Christie am Opernhaus Zürich in einer neuen Inszenierung von Robert Carsen und Valzacchi in Der Rosenkavalier am Opéra di Montecarlo. Darüber hinaus wirkte er mit in Konzerten und in einer Aufname für EMI von geistiger Musik von Purcell unter der Leitung von William Christie und mit Les Arts Florissants in Paris. Geplant sind Pierre Audi und Christoph Roussets Monteverdi Zyklus in Amsterdam, und der Dämon in Henzes L’Upupa in Tokyo. Februar 2007 |